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Nov 28, 2017 3:05 AM

Ayaan Hirsi Ali weiß, wovon sie spricht, wenn sie den Islamismus kritisiert: Sie hat ihn nur knapp überlebt.

Um ein Haar verfehlt 
 
Es war eines der ersten markanten Ereignisse des Jihadismus in Europa: Der niederländische Regisseur Theo van Gogh wurde 2004 in Amsterdam auf offener Straße von einem radikalen Moslem erstochen. Die Polizei fand ihn mit einem Messer in der Brust, das einen Zettel fixierte. Auf ihm ein Name – Ayaan Hirsi Ali, Politikerin und Mitarbeiterin in seinem Team. Es war eine Warnung: Sie sollte die nächste sein. 
 
Außer Landes

Hirsi Ali wurde im Anschluss von der niederländischen Regierung zu ihrem Schutz vorübergehend außer Landes gebracht. Nach langwierigen Problemen mit der niederländischen Immigrationsbehörde und der folglichen Aberkennung ihrer Staatsbürgerschaft wegen falscher Angaben bei ihrem Asylgesuch entschied sie sich schließlich 2006 dazu, das Land in Richtung USA zu verlassen.

Frauenrechtlerin und Islamkritikerin

Dort angekommen, widmete sich Ali verstärkt der Arbeit für Frauen- und Menschenrechte und dem Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung. Oft kritisierte sie den Islam dabei als rückständig und repressiv gegenüber dem weiblichen Geschlecht. Sie verfasste zu dem Thema zahlreiche Bücher, so auch das Werk “Infidel”, das zum Bestseller wurde.

Die Da’wa der Muslimbrüder 

Ali nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, die Methoden der “Da’wa” (also dem Ruf zum Islam), der von Organisationen wie der Muslimbruderschaft befeuert wird, darzulegen und zu kritisieren. Sie referiert dabei oft auf ihr eigenes Aufwachsen in islamistischen Strukturen in ihrem Heimatland Somalia sowie ihr früheres Engagement für den politischen Islam und gewährt so authentische Einblicke in diese Welt der Unfreiheit.

Integrationspflicht

Hirsi Ali, die sich als “Ex-Muslima” bezeichnet, scheut nicht davor zurück, kontroverse Positionen zu vertreten und für eine Holschuld der Integration einzutreten. Unter anderem merkt sie an: „Multikulturalismus soll Integration unter Beibehaltung der eigenen Identität bedeuten, aber das heißt doch gar nichts. Wenn Frauen eingeschlossen werden und Töchter nicht zur Schule gehen dürfen, ist es das etwa, was man unter Beibehaltung der eigenen Kultur versteht?” 
Quellen: 
http://www.dw.com/de/vernunft-ist-wichtiger-als-religion/a-761583 
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/theo-van-gogh-holland-erschreckt-ueber-sich-selbst-1196761.html 
http://www.nytimes.com/2005/04/03/magazine/daughter-of-the-enlightenment.html

Foto: Elena Dijour / Shutterstock.com