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Dec 16, 2017

LGBT können auf Stop Extremism zählen – wir sind die starke Stimme an ihrer Seite!

Die ersten Opfer von Extremismus

Sexuelle Minderheiten werden vor allem von homophoben islamistischen oder rechten Extremisten bedroht und verfolgt. Der Spartacus gay Travel Index für 2017 zeigt, dass auch Länder in Europa zu jenen gehören, in denen homosexuelle Menschen diskriminiert werden oder Anfeindungen und Gewalt erfahren. Besonders gefährlich ist die Lage für Schwule und Lesben aber im Nahen Osten und in Afrika: In nahezu allen Länder dieser Weltregion ist ihre sexuelle Orientierung illegal und wird verfolgt – oft drohen drastische Körperstrafen oder die Hinrichtung. Vielmals wird sich dabei auf Seite der Behörden auf religiöse Texte oder die angebliche "Unnatürlichkeit" der Praxis homosexueller Geschlechtsakte berufen.

Die Situation in Europa

Eine erste detaillierte Erhebung der Sichtweisen und Erfahrungen von LGBT in der EU, die 2013 von der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) durchgeführt wurde und in einem umfangreichen Bericht zusammengefasst ist, kommt zu folgender Einschätzung: "Fast die Hälfte (47%) der Befragten erklärte, innerhalb des letzten Jahres vor der Erhebung persönliche Erfahrung mit Diskriminierung oder Belästigung aufgrund ihrer sexuellen Ausrichtung gemacht zu haben. (...) Sechs Prozent aller Befragten erklärten, im letzten Jahr vor der Erhebung Opfer von Angriffen oder der Androhung von Gewalt geworden zu sein, und führten dies zum Teil oder ausschließlich darauf zurück, dass sie als LGBT-Personen wahrgenommen wurden." (vgl. FRA Europa).

Der Deutsche Bundestag kam in einer Untersuchung der Einstellungen zu gleichgeschlechtlicher Sexualität in der Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis 2016 zum dem Schluss, dass homophobe Ansichten nach wie vor gang und gäbe sind. 18% Prozent der Befragten würden einen Schwulen nicht als Nachbarn akzeptieren. Neun Prozent sehen homosexuelle Beziehungen zwischen Männern als “sehr schlimm” und der Aussage „Es ist ekelhaft, wenn Homosexuelle sich in der Öffentlichkeit küssen” stimmen sogar rund 25 % zu.

Es kann also nicht die Rede davon sein, dass Europa bei rechtlichen und menschlichen Rahmenbedingungen für Homosexuelle keinen Nachbesserungsbedarf hat.

STOP EXTREMISM setzt sich ein

In den vergangenen Wochen waren Stop Extremism-Aktivistinnen auf der Straße, um auf unsere Anliegen aufmerksam zu machen und für eine tolerante Gesellschaft einzutreten, die LGBT-Personen endlich die Freiheiten gewährt, die ihnen verfassungsmäßig zustehen. Wir haben eine EU-Richtlinie entworfen, nach der Extremisten für homophobe Attacken und Äußerungen zur Verantwortung gezogen werden können. Eine öffentlich einsehbare, europaweite Warnliste von verurteilten Straftätern würde ermöglichen, dass sich jede/r Einzelne informieren und so einen großen Teil zur eigenen Sicherheit beitragen kann. Homosexuelle Menschen, die durch Extremismus geschädigt wurden, sollen einen Anspruch darauf haben, diesen Schaden ersetzt zu bekommen. Durch die sogenannte Beweislastumkehr wird es den Opfern einfacher gemacht, ihre Ansprüche rasch und unkompliziert vor Gericht durchzusetzen.

Bild: QuinceMedia/Pixabay

Quellen:

https://spartacus.travel/gaytravelindex.pdf

http://fra.europa.eu/de/publication/2014/lgbt-erhebung-der-eu-erhebung-unter-lesben-schwulen-bisexuellen-und-transgender

https://www.bundestag.de/blob/479156/2c5f734e3b469b60690cfc83545b2ac0/wd-1-029-16-pdf-data.pdf