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Dec 16, 2017

In Europas Großstädten, vor allem in London, gibt es immer mehr Säureattacken. Hunderte Opfer sind für ihr Leben gezeichnet, die Strafverfolgung bleibt schwierig.

Lebensverändernde Verletzungen

Es sind Sekunden, die über das weitere Leben der Opfer – meist waren das bisher junge Männer – entscheiden. Säure und andere ätzende Substanzen, absichtlich ins Gesicht gespritzt, können schwerste Verletzungen verursachen. Ist die Lebensgefahr gebannt, bleiben meist unübersehbare körperliche und seelische Narben. In einem Interview mit dem "Evening Standard" spricht Peter Dziewulski, Chirurg einer auf plastische Chirurgie spezialisierten Klink, davon, dass die Operationen nach Säure-Attacken in Großbritannien bereits „das Ausmaß einer Epidemie“ erreicht hätten.

Wer macht soetwas?

Die Ermittler von Scotland Yard sind sich sicher: Die erschreckende Entwicklung ist vor allem auf das Wachstum der Aktivitäten krimineller Jugendgangs und deren sinkende Hemmschwelle zurückzuführen: Sie setzen das "Gesichtsschmelzen", wie es im Gang-Jargon heißt, als Waffe ein, um damit Rache zu üben oder Rivalen eine eindeutige Botschaft der Einschüchterung zu senden. Die meisten der ermittelten Täter sind noch im Teenager-Alter, aber bereits schwerstkriminell.

Epizentrum London

Die europäische Hauptstadt der Säureattacken, die Metropole London, zählte in den vergangenen fünf Jahren bis zu 1,800 Angriffe mit ätzenden Flüßigkeiten, Tendenz steigend. Im vergangenen Jahr wurden Scotland Yard insgesamt 455 Säureattacken gemeldet – das ist ein Anstieg um 74 Prozent! Besonders in den von Gang-Gewalt geprägten Vororten der Stadt ist die Rate dieser Verbrechen besonders hoch.

Schwer zu ahnden

Die Behörden sehen sich dabei vor allem einem großen Problem gegenüber: Aggressive Chemikalien sind erschwinglich und überall frei verfügbar, ein Liter Schwefelsäure kostet nur ein paar Pfund. Obwohl strengere Kontrollen angekündigt wurden, ist der Problematik nur schwer beizukommen. „Wer mit einem Messer erwischt wird, wird angeklagt“, sagt ein Experte von der Stiftung "Acid Survivors Trust", „aber wer Säure mit sich führt, dem passiert im Moment gar nichts“.

Bild: Capri23auto/Pixabay

Quellen: https://www.standard.co.uk/news/crime/plastic-surgeons-facing-epidemic-of-acid-attacks-in-london-expert-says-a3594856.html

https://www.thesun.co.uk/news/4016850/acid-attacks-how-to-treat-victims-burns/

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/london-fuenf-saeureattacken-innerhalb-von-90-minuten-a-1157713.html