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Feb 07, 2018 3:00 AM

"… Bullenhelme, sie sollen fliegen. Eure Knüppel kriegt ihr in die Fresse rein…” – klingt so eine Band, die einen positiven Beitrag zu unserer Gesellschaft leistet?

Als “unbeugsame Gallier, umstellt von Rechten”, werden sie dargestellt, die Punks von Feine Sahne Fischfilet, und von öffentlich-rechtlichen Sendern wohlwollend rezensiert. Bildet sich da ein Muster ab? Ein Kommentar.

Beobachtet

Die erfolgreiche Band aus Mecklenburg-Vorpommern, die mit Hits wie "Warten auf das Meer" Bekanntheit erlangte, wird ob ihrer linksextremen, zu Gewalt gegen Polizisten aufrufenden Songtexte vom deutschen Verfassungsschutz beobachtet. In einem Papier aus dem Jahr 2012 heißt es: “Die autonome Punkband FSF entfaltet neben ihrem musikalischen Wirken auch linksextremistische Aktivitäten – sie ist daher als politischer Zusammenschluss anzusehen. Die Gruppe versteht Gewalt als legitimes Mittel der Auseinandersetzung mit Rechtsextremisten und verbreitet diese Ansicht auch.”

In den Redaktionen der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und SWR scheint man sich daran nicht weiter zu stören: Durchweg wohlwollend fielen deren Kritiken des letzten Albums (“Sturm und Dreck”) der Band aus. In der “Tagesschau24” widmete man ihr sogar einen Beitrag mit rund 13 Minuten Länge – überdurchschnittlich für den Bereich Kultur!

Zuviel des Guten?

Mit viel Pathos, aber nie bieder singe die Combo über ihre Heimat und deren braunen Rand – die Band stehe “für einen strikten Antifaschismus, der auch anpacken bedeutet”, so schreibt man beim SWR. Was in diesem Kontext “anpacken” heißt, lässt die Redaktion offen. Gewalttaten gegen politisch Andersdenkende? Auch wenn die Intention – die Zurückdrängung des Faschismus und der militanten rechten Szene im Osten Deutschlands – eine als grundlegend positiv zu bewertende ist: Für politisch motivierte Gewalt ist in diesem Land kein Platz, das sollte den gebührenfinanzierten Öffentlich-Rechtlichen eigentlich nicht erklärt werden müssen.

Fehlende Distanz

Mitarbeiter von Heiko Maas, umstrittenem SPD-Justizminister, ließen sich 2016 sogar dazu verleiten, der Gruppe per Kurznachrichtendienst Twitter für ihren Auftritt auf einem Anti-Rassismus-Konzert zu danken. Angesichts der Textpassagen aus der Feder von Sänger Jan Corkow ein – nicht nur rechtsstaatliches – Wagnis! Der Abgeordnete Volker Ulrich kommentierte das Vorkommnis folgendermaßen: ”Ein Justizminister sollte sich nicht öffentlich bei einer Band bedanken, die in ihren Liedtexten Gewalt gegen Polizeibeamte billigt.”

Dürfen wir uns dem anschließen?

Bild: Florian Koppe / wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Quellen: http://bit.ly/2nw6wAo http://bit.ly/2s1i83K