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Dec 06, 2017

Halal-Zertifizierung ist für viele islamische Glaubensvereine eine stete und profitable Geldquelle – das Siegel finanziert aber auch Extremismus, denn Organisationen des politischen Islam und Fundamentalisten finanzieren sich mitunter aus den Profiten des Geschäfts.

Was ist "halal"?

Halal, ein arabisches Wort, das mit "erlaubt" oder "rein" übersetzt werden kann. Es bezeichnet alle Dinge und Handlungen, die nach islamischem Recht zulässig sind und dient so Menschen muslimischen Glaubens zur Orientierung im Alltag.

Wachstumsmarkt "halal" Die genaue Zahl der Zertifizikationsstellen wird nicht statistisch erfasst, aber Europa steht dabei wohl international an zweiter Stelle hinter Australien. Beobachter gehen dabei von einem riesigen Markt für Halal-Produkte aus; beispielsweise schätzt die F.A.Z. in einem Bericht die Kaufkfraft alleine der drei Millionen in Deutschland lebenden Menschen mit türkischen Wurzeln auf 18 bis 20 Milliarden Euro pro Jahr. Künftig dürfte das Wachstum des Halal-Marktes in Europa angesichts des steten Anstiegs der muslimischen Bevölkerung in Europa, die sich in den vergangenen 30 Jahren verdoppelt hat, noch deutlich zunehmen.

Wer steckt hinter den Zertifizierungsstellen?

Die Gelder führen oft durch undurchsichtige Firmenkonstrukte und verschlungene Wege zu Akteuren des politischen Islam. In Österreich hat die IGGiÖ, die "Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich", deren Führungszirkel wiederholt in die Kritik geraten war, weil ein ideologisches und personelles Naheverhältnis zu Akteuren der islamistischen Muslimbruderschaft bestand, einen Gutteil der Zertifikationen über. Sie befindet sich dabei in einem langwierigen Kampf mit dem IIDZ ("Islamisches Informations- und Dokumentationszentrum Österreich GmbH") um die Vormachtstellung im steuerbefreiten Business der Zertifizerung – denn damit ist gutes Geld zu machen: Die IGGiÖ gibt an, dass sich die durchschnittlichen Zertifizierungskosten für ein Halal-Produkt auf 1.500 bis 2.000 Euro jährlich belaufen. Europaweit hat sich ein weit verzweigtes Netzwerk an Firmen etabliert, das den Handel mit dem "Halal-Siegel" vorantreibt.

Einen anderen, zusätzlich Sorge bereitenden Aspekt der Thematik greift Gebhard Fidler von der Österreichischen Wirtschaftskammer auf: "Islamische Verbände berufen sich auf innerreligiöse Angelegenheiten, aber über die Hintertüre der Halal-Zertifizierung geht es ihnen um die Islamisierung der europäischen Rechtsordnung", so der Experte. Im zweiten Schritt würde die Kontrolle der Finanzwirtschaft in Form von "Islamic Banking" folgen, so ist Fidler überzeugt. Seit Jahren warnt er vor dem Einfluss Saudi-Arabiens über den verlängerten Arm der Türkei – die politischen Reaktionen blieben aber aus.

Bilder: igorovsyannykov/Willem67 (Pixabay)

Quellen:

https://www.nzz.ch/international/muslime-als-zielgruppe-halal-zertifikate-das-geschaeft-mit-dem-glauben-ld.1293360

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/lebensmittel-halal-gummibaerchen-fuer-muslime-13008546.html

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-146389721.html

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/270769_Oesterreichs-Muslime-Wir-stehen-der-Hamas-nicht-nahe.html