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Dec 26, 2017 7:57 AM

Mit der schnell wachsenden Bevölkerung von Muslimen in Europa hat sich der Markt für Halal- Fleischprodukte sprunghaft vergrößert: 2012 wurde er weltweit auf 3,1 milliarden Euro geschätzt, bis 2019 wird er voraussichtlich schon ein Volumen von 5,3 Billionen Euro erreichen. Mit der Marktausweitung sind Fleischer, die die Halal-Methode des Schlachtens anbieten, weitaus häufiger geworden. Ein Teil des Fleisches landet aber auch unwissentlich auf den Tellern von Leuten, die die archaisch anmutende Behandlung der Tiere überhaupt nicht billigen:

Tierquälerei

Die Dhabihah (halal) Methode zum Töten von Tieren verbietet (in den meisten Fällen) die Betäubung des Tieres vor der Schlachtung, “um Schmerzen und Leiden zu vermeiden”. In der Europäischen Union ist Betäubung grundsätzlich gesetzlich vorgeschrieben, aber in vielen Bereichen wird eine Ausnahme gemacht, um muslimischen und jüdischen religiösen Standards gerecht zu werden. Der Metzger lässt das Tier bei vollem Bewusstsein mit dem Schnitt einer scharfen Klinge in den Nacken ausbluten. Laut islamischem Ritual muss bei der Schlachtung jedenfalls ein Muslim anwesend sein.

Ist das halal?

In Großbritannien, wo es die meisten Halal-Schlachtungen in ganz Europa gibt, werden die Produkte in normalen Märkten verkauft– oft ohne entsprechende Etikettierung. Auf diese Weise kaufen selbst diejenigen, die die qualvolle Methode der Schlachtung nicht unterstützen möchten, Fleisch von ausgebluteten Tieren. Und das geschieht in der gesamten EU.

Sorgfältige Etikettierung

Eine komplette und EU-weite Abschaffung der Ausnahmen für Religionsgemeinschaften ist derzeit, realistisch betrachtet, politisch schwer durchzusetzen. Auf lokaler Ebene ist man hier aber weitaus erfolgreicher: In der wallonischen Region Belgiens beispeilsweise haben sich die Wähler in diesem Jahr entschieden, sowohl halal als auch koschere Methoden des Schlachtens zu verbieten. Sie ernteten dafür viel Kritik von beiden Glaubensgemeinschaften.

Nur, wenn die EU ein Etikettierschema einführt, das den Verbrauchern genau sagt, was sie kaufen, wird den Menschen die Wahl gegeben, welches Fleisch sie kaufen wollen. Verbraucherinformationen sind wichtig, und die EU sollte dies anerkennen!

Bild: Shutterstock.com Quelle: http://www.independent.co.uk/voices/if-we-cant-ban-halal-meat-we-should-at-least-let-people-know-when-theyre-buying-it-a7178481. html http://www.independent.co.uk/news/world/europe/belgian-region-walloon-bans-kosher-halal-meat-islam-jewish-a7723451.html