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Dec 06, 2017

Der Jihadismus hat sich im Herzen Europas festgesetzt. Nirgendwo wird das so deutlich wie im Brüssler Problemviertel Molenbeek. Madrid, Paris, Brüssel – nahezu alle Spuren des Terrors der vergangenen Jahre führen hierher. Dabei sind es von dort nur zehn Gehminuten zum Gebäude der EU-Kommission.

Die Macht des Gesetzes besitzt in Molenbeek längst keine Geltung mehr: "Man wird überall beobachtet, Tag und Nacht. Es ist unmöglich, hier ein Auto abzustellen. Es handelt sich um Zonen der Ausschließung, in die kein Mensch, der nicht zur Gemeinschaft gehört, eindringen kann.", so schildert der französische Untersuchungsrichter Marc Trevidic die Lage, der sich die Behörden bei der Verfolgung von Verdächtigen ausgesetzt sehen. Hohe Mieten, enorme Jugendarbeitslosigkeit, radikale Moscheevereine an jeder Ecke: Der Hotspot Molenbeek zählt zu den "verlorenen Vierteln" Europas, das muss auch die Verwaltung mittlerweile einsehen. Die hohe Anzahl schlecht integrierter junger Männer – die meisten hier stammen aus dem Maghreb – und das allgegenwärtige salafistische Gedankengut geraten dabei zur explosiven Mischung.

Ein Rückzugsort für Terroristen

800 Menschen sind von hier aus nach Syrien gezogen, um an der Seite des IS im "heiligen Krieg" zu kämpfen. In dem 100.000 Einwohner zählenden Viertel wurden die Attentate von Paris geplant, im Nachhinein verschanzten sich die Täter in den von Spähern bewachten Hinterhöfen. Von hier stammten auch die Waffen für das Attentat auf die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo; hier gingen die Terroristen von Madrid 2004 ein und aus.

Wie konnte es soweit kommen?

Viele geben der "Politik des Wegschauens" von Bürgermeister Philippe Moureax die Schuld am Verfall. Eine Erklärung lautet, dass der Sozialist von 1992 bis 2012 die Agenden des Viertels über hatte und während dieser Zeit wenig bis gar nichts gegen die florierende Szene der Salafisten und Hassprediger in seinem Einflussbereich unternahm. Die Kritiker Moureaux' sind dabei auch in höchsten Politikkreisen zu finden. So sagte Premierminister Charles Michel in einem Interview, dass inzwischen doch jeder eines wisse: Dass der Bürgermeister eine gewaltige Verantwortung trage.

Bild: Michielverbeek/Creative Commons

Quellen: https://brf.be/national/975037/ https://www.n-tv.de/politik/Molenbeek-hat-seinen-Ruf-zu-Recht-article17369321.html

https://kurier.at/politik/ausland/terror-in-belgien-wie-molenbeek-zur-terror-hochburg-wurde/188.821.368

https://diepresse.com/home/4867874/Molenbeek_Im-Nachschublager-des-Jihad