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Dec 06, 2017

FGM, also die Weibliche Genitalverstümmelung oder Beschneidung, ist auch heute noch gängige Praxis: Jede Stunde werden weltweit 300 Mädchen beschnitten. Es kann dabei zu ernsthaften Komplikationen kommen, die zum Tod führen. Akute Folgen sind starker Blutverlust, Schock oder Infektionen. In Großbritannien ist die rituelle Beschneidung seit 1985 verboten, doch es wurde bislang nie jemand deswegen verurteilt.

Woher kommt die grausame Tradition?

Ursprünglich in ganz Nordafrika sowie im Nahen Osten in jahrhundertelanger kultureller Tradition verbreitet, schwappte die rituelle Beschneidung der Schamlippen von Mädchen (meist im Alter von unter 15 Jahren) im Zuge der Migrationsbewegungen auch nach Europa über. Wirklich zuverlässige Statistiken sind ob des Tabus, mit dem die Praxis belegt ist, schwer zu erstellen. Die Frauenrechtsorganisation Terre de Femmes aber rechnet beispielsweise im Jahr 2017 für Deutschland mit mehr als 13.000 Mädchen, denen eine Verstümmelung droht.

Die Situation in Großbritannien

Die Zeitung "Daily Mail" berichtet, dass in dem Land jährlich 5,391 neue Verstümmelungen gezählt werden, wobei die große Mehrheit der Opfer – 88 Prozent – urspünglich aus Afrika stammt. Oft benutzen die Beschneider dabei keinerlei medizinisches Trainung und operieren mit Rasierklingen oder stumpfen Messern. Obwohl die Regierung mit umfangreichen Programmen versucht, dem Problem Herr zu werden, konnten die Behörden bislang keine Erfolge vorweisen: Seit dem Verbot der Praxis wurde kein einziger Fall von FGM vor Gericht gebracht oder Täter verurteilt. Kritiker mutmaßen, dass es sich um verstärkte Rücksichtnahme auf kulturelle oder religiöse Traditionen handeln könnte, die ein rigoroseres Vorgehen verunmöglicht. Sie sehen in dem Umstand eine "nationale Schande" und fordern einen verbesserten Rechtsschutz für die Opfer.

Stimmen gegen FGM

Eine ganze Reihe von Menschenrechts- und Frauenorganisationen, allen voran WHO (Word Health Organization), Amnesty und Terre de Femmes, setzt sich für die Abschaffung der Praxis ein. So auch Waris Dirie, eine österreichisch-somalische Schriftstellerin, die in ihrer Kindheit selber zum Opfer einer Verstümmelung wurde. Sie schrieb den Bestseller "Wüstenblume", in dem sie ihre Erlebnisse in Romanform verarbeitete. Waris Dirie ist Unterstützerin der Initiative STOP EXTREMISM, die sich für eine extremismusfreie Zukunft Europas stark macht und deren Entwurf einer EU-Richtlinie Opfern von FGM erhöhten Erfolg bei Schadenersatzforderungen gegenüber ihren Peinigern in Aussicht stellt.

Bild: moritz320/Pixabay

Quellen:

http://www.dailymail.co.uk/health/article-4664556/Female-genital-mutilation-England-drops-5-year.html https://www.watson.ch/Schweiz/International/744751580-7-Fakten-zur-weiblichen-Genitalverst%C3%BCmmelung--Zum-Beispiel-sind-in-der-Schweiz-%C3%BCber-10%27000-M%C3%A4dchen-betroffen

http://www.thepictaram.club/share/BZ5gzw5gO1X