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Feb 07, 2018 3:01 AM

Nazis, die ungestraft in aller Öffentlichkeit Jagd auf Ausländer machen. Sportfans, die ihrem Rassismus freien Lauf lassen. Terroristen, die Unterschlupf finden. In kaum einer deutschen Stadt ist der Rechtsextremismus so virulent wie im sächsischen Zwickau. Eindrücke aus einer Gemeinde, die die tägliche rechte Bedrohung aus erster Hand kennt.

Bedrängte Journalisten

Schon Mitte der Neunziger Jahre wäre die Offensichtlichkeit, mit der Rechte die Stadt in Beschlag genommen hätten, unerträglich gewesen, so Christian Gesellmann, Journalist der Plattform “Krautreporter”. Minutiös schildert er in einem viel beachteten Beitrag die Gründe dafür, warum er sich letzten Endes dazu entschied, aus seiner Heimatstadt Zwickau wegzuziehen: „HooNaRa“ – Hooligans, Nazis und Rassisten, so hätten sich seine Nachbar explizit selbst betitelt. Ohne Konsequenzen fürchten zu müssen, hätte sich die Szene getroffen, zusammen getrunken, randaliert und Hitler-Grüße gezeigt. Ein Neonazi-Geschäft in der Innenstadt und das Fußballstadion wären weitum berüchtigte Vernetzungspunkte gewesen. Die rechte Gefahr hat aber nicht vor 20 Jahren aufgehört:

Affenlaute im Stadion

Der städtische Fußballverein FSV Zwickau hat auch heute noch ein großes Rassismusproblem. Deutlich tritt dies öfters zu Tage – immer jedoch, wenn schwarze Spieler wie Shawn Berry auf das Feld gepfiffen werden. Dann durchhallen Affenlaute die Sportstätte, dreht der radikale Ultras-Fanblock des Drittligisten frei, wird Pyrotechnik gezündet. Der FSV wurde vor kurzem in der Konsequenz für diese Szenen bei einem Spiel gegen den FSV Frankfurt vom DFB-Sportgericht mit einer Strafe von 13.000 Euro und einem Teilausschluss des Publikums belegt.

Nationalsozialistischer Untergrund

Vor allem eines rückt Zwickau heute in der öffentlichen Wahrnehmung in ein “rechtes Licht”: Jahrelang lebten hier, in der mit knapp 94.000 Einwohnern viertgrößten Stadt Sachsens, die drei Terroristen des NSU: Uwe Böhnhart, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe. Das Haus, in dem sich das Trio versteckt hielt, steht nicht mehr, es wurde auf der Flucht in die Luft gejagt. Zwar könne man nicht wissen, ob der NSU nicht Sympathisanten in der Bevölkerung gehabt hätte. Ein Netzwerk, auf das er sich hätte verlassen können, gebe es aber nicht, da sei er sicher, so Christoph Ullmann, Streetworker im Problemviertel Neuplanitz.

3000 NPD-Wähler

Die rechtsextreme NPD kann hier im bundesweiten Vergleich überraschenderweise nur unterdurchschnittliche Stimmenzahlen verzeichnen; rund 3000 Menschen sollen der Partei bei den Wahlen 2011 ihre Stimme gegeben haben. Auch große Demonstrationen Rechtsextremer blieben in der Stadt in letzter Zeit aus, diese konzentrierten sich eher auf das Gebiet um die benachbarte rechte Hochburg Plauen.

Keine Entwarnung

Wir dürfen diese Signale der Entspannung nicht fehlinterpretieren. Nur weil sich keiner der Rechtsextremisten öffentlich zu zeigen getraut, ist die Gefahr, die von ihrer ideologischen Verblendung ausgeht, nicht gebannt, sondern lebt innerhalb ihrer vier Wände weiter. Steh auch Du auf gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhass! Wenn Du deine Stimme einer Bewegung geben willst, die sich konsequent gegen diese Entwicklungen einsetzt, dann kannst Du auf uns zählen:

Wer tut etwas?

STOP EXTREMISM hat eine EU-Richtlinie erarbeitet, die den Extremismus jeglicher Richtung an der Wurzel zu packen versucht. Wir fordern von der EU hierzu ein gemeinsames und konsequentes Vorgehen aller europäischen Länder. Unter anderem soll erreicht werden, dass die europäischen Sicherheitsbehörden effektiver zusammenarbeiten, um über Grenzübertritte von Extremisten jederzeit im Bilde zu sein. Damit die EU-Kommission tätig werden muss, brauchen wir 1.000.000 Unterschriften – auch Deine! Sei dabei und unterstütze jetzt unsere Initiative!

Bild: Shutterstock/adtr Quellen: http://bit.ly/2rT0YoQ http://www.taz.de/!5362417/ http://bit.ly/2DV6HjX