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Nov 01, 2017 7:37 AM

Der Anteil von LGBT-Personen (Lesbian, Gay, Bi, Trans) an der deutschen Bevölkerung liegt irgendwo zwischen einem und zehn Prozent. Genaue Messungen sind nur schwer möglich.

Ungleich mehr Einigkeit als über den Bevölkerungsanteil herrscht bei Experten allerdings über den Fakt, dass Schwule und Lesben immer noch zu den am häufigsten attackierten Personengruppen zählen. Und das nicht im homophoben Russland, sondern mitten unter uns.

Anfeindungen gibt dabei es von vielen Seiten: Rechtsradikale, Islamisten, konservativ denkende Muslime und Christen – sie alle gehören zu jenen, die aus ihrer Verachtung für die Homosexualität keinen Hehl machen. Die EU-Grundrechte-Agentur FRA befragte im Jahr 2013 über 90.000 LGBT-Personen in mehreren europäischen Ländern zu ihren Erfahrungen mit Diskriminierungen. Die
Studie förderte erschreckende Zahlen zu Tage:

Fast 47 Prozent gaben an, im vergangenen Jahr eine Diskriminierung wegen ihrer sexuellen Orientierung erlebt zu haben. Deutschland lag hierbei mit 46 Prozent einen Punkt unter dem EU-Schnitt. Etwa jeder vierte Teilnehmer wurde in den vergangenen fünf Jahren Opfer von Angriffen oder Gewaltandrohungen – sechs Prozent sogar innerhalb ihrer eigenen Familie. Nicht selten argumentieren homophobe Gewalttäter im Nachhinein, Homosexualität wäre etwas Unnatürliches und so würde das Gleichgewicht der Natur wiederhergestellt. Doch nicht nur Extremisten stehen LGBT feindlich gegenüber:

Der Deutsche Bundestag kam in einer Untersuchung der Einstellungen zu gleichgeschlechtlicher Sexualität in der Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis 2016 zum dem Schluss, dass homophobe Ansichten nach wie vor gang und gäbe sind. 18% Prozent der Befragten würden einen Schwulen nicht als Nachbarn akzeptieren. Neun Prozent sehen homosexuelle Beziehungen
zwischen Männern als “sehr schlimm” und der Aussage „Es ist ekelhaft, wenn Homosexuelle sich in der Öffentlichkeit küssen” stimmen sogar rund 25 % zu.

Angesichts dieser Werte muss man zu dem Schluss kommen, dass Europa auf dem Weg zu diskriminierungsfreien, gleichberechtigten Gesellschaften noch eine weite Strecke vor sich hat.

STOP EXTREMISM setzt sich für diskriminierte und ausgegrenzte Personen aus dem LGBT-Spektrum ein. Wir haben eine EU-Richtlinie entworfen, nach der Extremisten für homophobe Attacken und Äußerungen zur Verantwortung gezogen werden können. Eine öffentlich einsehbare, europaweite Warnliste von verurteilten Straftätern würde ermöglichen, dass sich jede/r Einzelne informieren und so einen großen Teil zur eigenen Sicherheit beitragen kann.

Quellen:
http://www.jetzt.de/lgbt/dalia-studie-zu-lgbt-anteil-in-der-bevoelkerung
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/eu-umfrage-dokumentiert-hass-auf-schwule-und-lesben-a-900416.html

https://www.bundestag.de/blob/479156/2c5f734e3b469b60690cfc83545b2ac0/wd-1-029-16-
pdf-data.pdf